Social Media & Pharma in 2019.

Innerhalb kürzester Zeit hat Social Media die Kommunikation zwischen Konsumenten und Firmen auch im Healthcare-Bereich stark verändert. Der Inhalt auf sozialen Plattformen besteht nicht mehr nur aus Beiträgen, die etwa User und Userinnen verfassen, sondern vor allem aus speziellen Medieninhalten, die speziell auf die Zielgruppe abgestimmt sind. Und das sind die Social-Media-Trends, die führende Pharmaunternehmen 2019 verfolgen. 

Qualität statt Quantität. Seit 2019 lässt sich der Trend erkennen, dass Unternehmen aus der Pharmabranche in den sozialen Medien etwas weniger posten. Die Unternehmen wachsen offensichtlich in das „Zeitalter von Social Media“ hinein und fühlen sich nicht mehr so unter Druck gesetzt, andauernd „etwas“ posten zu müssen oder neue Funktionen zu testen. Stattdessen konzentrieren sie sich mehr auf die Qualität der Inhalte. Statt ihre Follower dauernd auf dem Laufenden zu halten, bemühen sich die Firmen jetzt wirklich, ansprechende Geschichten, professionelle Informationen und auch passende Grafiken zu liefern. Auch auf YouTube lässt sich ein leichter Rückgang der Posts erkennen, auf Facebook, nach wie vor führend für die Pharmabranche, bleibt die Zahl der Posts eher konstant bis höher.


Größere Communitys als bisher.
Aber: Binnen weniger Monate sind die Communitys rund um Pharmaunternehmen auf Social Media stark gewachsen. Für nahezu alle Unternehmen gab es auch mehr Follower. Auf Twitter war die Wachstumsrate mit 15 % eher noch klein. Die Instagram-Communitys sind aber im Allgemeinen eher kleiner als die Communitys auf Facebook und Twitter, aber hier hat der Pharmabereich die große Chance, vor allem ein jüngeres Publikum zu erreichen. Womit sie dann auch Erfolg haben, was man an den gestiegenen Wachstumsraten erkennen kann.

Social TV und Social Video. Soziale Medien bedeuten heutzutage nicht mehr, sich nur mit Freunden zu verbinden oder einfach Nachrichten zu schreiben. „Social TV“ ist hierbei ein immer häufiger verwendeter Begriff – auch in der Pharmabranche. Große Plattformen wie FB, Twitter und Instagram bieten bereits Livestreams und Platz auch für längere Videos an. So verwenden Pharmaunternehmen Social TV, um die Interaktion ihrer Kunden zu verbessern und auch mehr Reichweite zu erzielen. „Social Video“, also eher kürzeres Bewegtbild in den sozialen Medien, hat nach wie vor starkes Wachstum. Sowohl Social TV als auch Social Video verlangen aber immer professionellere Machart. Hier sind Pharma-spezialisierte Agenturen gefordert.

Multidirektionale Kommunikation mit Patienten und Konsumenten. Um ihren Erfolg auf Facebook und Co. zu messen, ist „User Engagement“, also Interaktion und Bindung, eines der wichtigsten Kriterien für die Unternehmen geworden. Dies inkludiert Reposts, Antworten, Likes und andere Varianten, den Inhalt innerhalb der Community noch weiter zu verbreiten oder sich mit aktuellen Beiträgen auseinanderzusetzen. 

Datenbasierte Erkenntnisse. Auch bedienen sich die Pharmabranche immer mehr der Datenanalytik. Sie nutzt im Zuge der Produktentwicklung „Big Data“ zur Bewertung von Aspekten wie Toxizität und Wirksamkeit unter Alltagsbedingungen. Durch den Einsatz von „Advanced Analytics“ werden in der verfeinerten Marktanalyse Erkenntnisse über das Verschreibungsverhalten und die Profile von potenziellen Patientinnen und Patienten gewonnen.

„Pharmamarken müssen heute überall da sein, wo auch ihre Kunden sind, und Social Media wird, vereinfacht gesagt, zu dem Kundendienstkanal.“

Quelle: pharmavoice.com, Mitarbeit: L. Groschupf

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