Pharmabook

Über einen Zeitraum von 11 Monaten wurden die Social-Media-Aktivitäten von 20 großen internationalen Pharma Unternehmen analysiert. Sowohl im Bereich der Strategie als auch beim Content und Targeting scheinen die Pharmakonzerne dazu gelernt zu haben. 

Zwei Dinge lassen sich aus dem „The Social Check-up“ für Pharma 2018 ganz klar herauslesen: Qualität schlägt Quantität. Und führende Pharma-Unternehmen haben inzwischen das kommunikative Potential sozialer Medien erkannt und für sich adaptiert.

Es ist ein aufschlussreicher Report, den die Agentur „Ogilvy Healthworld“ in Zusammenarbeit mit „Pulsar“ veröffentlicht hat. In die Studie einbezogen wurden die Kanäle Facebook, Instagram, Twitter und YouTube.

Die Communities wachsen. Auf durchweg allen Social-Media-Kanälen ist ein deutlicher Anstieg der Followeranzahl zu beobachten. Die Communities der teilnehmenden Pharma-Konzerne wachsen. Am deutlichsten wird dies auf Instagram mit einem Zuwachs der Followerzahl um satte 67 Prozent. Es folgen YouTube (50 %), Facebook (47 %) und Twitter (15 %).

Facebook bleibt auf Platz Eins. Trotz aller Diskussion um den Datenschutz bleibt der blaue Riese der Kanal mit der stärksten Engagement-Rate. Die Analyse zeigt, dass hier die Anzahl der Posts, die zu einer Interaktion führten, am höchsten ist. Instagrams Popularität aber wächst; der Channel wird auch für Pharma sehr relevant. Der streng visuell ausgerichtete Kanal landet auf Platz zwei, gefolgt von Twitter und YouTube.

„Der Ogilvy Report zeigt, dass die Communities der Pharma Unternehmen in den Sozialen Medien gewachsen sind. Und dies obwohl die Anzahl der wöchentlichen Postings der Firmen leicht abgenommen hat. Das deutet daraufhin, dass die Strategie, vermehrt auf qualitative Inhalte zu setzen, gut funktioniert“,

so Chloe Partikas von Ogilvy Healthworld.

Der Erfolg im Netz ist nicht alleine vom Contentdruck abhängig. Das Bedürfnis der Follower nach für sie relevanten Inhalten steigt. Aber was ist wirklich relevant? Auch hier gibt der Report Aufschlüsse. Besonders gut kamen beim User Posts an, die über das Engagement von Mitarbeitern oder des Konzerns berichten. Beispiel: Die Erlebnisse und Aktionen des „Teva-Climbing against MS“-Teams. Ebenfalls hoch im Kurs standen gezielte Awareness-Kampagnen an bestimmten Anlasstagen wie „Earth Day“, „Welt-Aids-Tag“ oder der „Movember“ (Männergesundheit). Gerade für die Pharma-Branche haben diese Aktionstage ein hohes Engagement-Potential. Influencer, insbesondere Celebrity-Influencer, werden auch für Pharma immer wichtiger. Content, der bekannte Persönlichkeiten als Markenbotschafter einbindet, erfreut sich hoher Aufmerksamkeit. 

Instagram gewinnt an Relevanz, und damit steigt der visuelle Anspruch an den Content. Dabei zeichnet sich ab, dass Fotos, die mit innovativer Technik produziert werden, in der User-Gunst vorne liegen. Beispiel: Das „Dronen-Fotografie-Projekt“ von Bayer.

Social-Media-Arbeit wird für Pharma immer relevanter, aber auch anspruchsvoller. Dass die Contentmenge bei steigender Qualität und erhöhtem Arbeitsaufwand abnimmt, scheint folgerichtig. Was zählt, ist eine stringente Strategie und eine gute Story, die sich emotional erzählen und vor allem bebildern lässt. Denn auch das belegt der Report: Ohne visuell starken Content läuft in Zukunft nichts im Netz. Und der produziert sich nun mal nicht nebenbei.

Dass Instagram so bei den Nutzern an Bedeutung gewinnt, bedeutet für die Pharma Branche auch, dass eben visueller Content immer wichtiger wird.

Quellen: „Social Check-up“2018, healthrelations.de,

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